Ja zur Hanfinitiative!
Neuste Erkenntnisse
Be: Revision Betäubungsmittel Gesetz
Rote Abstimmungsbeilage, Seite 47, Art.2, c BetmG Revision
Stoffe: Rohmaterialien wie Pflanzen und Pilze oder Teile davon …
Das heisst, pflanzt man nach diesem Gesetz, z.B. Hanf für die Destillatherstellung an, nicht zur Betäubungsmittelgewinnung, wird das im Minimum Bewilligungspflichtig. Es besteht also das Risiko, dieses heute legale Produkt, nur noch in minderer Qualität herstellen zu dürfen, bzw. gar nicht mehr herzustellen sind. Dies beträfe dann aber auch andere, heute legale Hanfprodukte. Im schlimmsten Fall, dürfen wir keinen Bauernhanf, unter keinen Umständen mehr anbauen!
Weil wir damit rechnen müssen, dass diese Revision angenommen wird, brauchen wir das ja der Hanfinitiative unbedingt! Es ist die einzige Möglichkeit, dem Bauernhanf wieder den gebührenden Platz in unserer Kultur zu gewährleisten! Nur die Hanf Initiative kann diese massiven Verbote lockern! Ohne ein Ja zur Hanf Initiative, haben wir den Bauernhanf verloren! Da er natürlich ist und daher auch mehr als 0,3 % THC hat. Auch wird im neuen BtmG nicht zwischen Cannabis sativa und indica unterschieden. Es lässt also volle Freiheit zum Rundumschlag gegen den Hanf im generellen!
ABER: die Hanfinitiative spricht von psychoaktivem Hanf. Das heißt ganz klar, auch den Bauernhanf. Denn der Bauernhanf ist kein gezüchteter Hybridhanf mit THC-Gehalt unter 0,3%! Das heißt, nur bei einem JA zur Hanfinitiative, ist der Anbau unseres heimischen Bauernhanfes gesichert.
Fehlgeleitete Hanffreunde...
Wir wollen an dieser Stelle die Verdienste des Herrn Jean-Pierre Egger auf jeden Fall ausserordentlich wertschätzen! Abgesehen davon, dass er wesentlich zur Renaissance des bei uns seit je heimischen Hanfes, beigetragen hat, ist er auch Jurist. Und seine juristischen Ausführungen sind brillant.
Aber : In der Praxis ist die Zahl der Verurteilungen Schweizer Hanfbauern erschreckend, trotz Anführung bundesgerichtlicher Urteile und Vergleiche. Das heisst also, dass ein Urteil des Bundesgerichtes nicht zwingend Richtungsweisend ist. Also heisst das auch, dass mit den Argumenten des Herrn Egger, nicht jeder Prozess gewonnen wird. Nicht einmal er selbst, gewinnt alle seine eigenen Prozesse und sitzt hin und wieder selbst im Gefängnis. Das ist auch eine Realität. Herr Egger sagt in seiner Stellungsnahme, dem sei nicht so. Er habe bisher alle Prozesse, wenn es um Bauernhanf ginge, gewonnen, ausgenommen seien jene Prozesse, wo es sich um Bauern handle, die eben Marihuana angepflanzt hätten und nicht Bauernhanf.
Nicht zuletzt deshalb wurde dem Juristen J-P Egger, schon vor längerer Zeit das Anwaltspatent entzogen. Dies verneint Herr Egger. Er sagt, dies wäre nie geschehen, schließlich habe er gerade gestern einen Brief erhalten, wo er als Rechtsanwalt angesprochen worden sei. (Es kann vorkommen, dass ich als Frau Doktor angesprochen werde, weil meine Mutter Ärztin ist. Bin ich deswegen anerkannte ÄRZTIN mit DOKTOR-Titel?)
Ebenso ist es eine Realität, dass sehr viele Landwirte in Kontakt mit Herrn Egger gekommen sind, aber nur ganz wenige, mit ihm über längere Zeit zusammengearbeitet haben. Die Gründe sind verschiedene. Eines allerdings ist allen gemeinsam: die meisten Landwirte fühlen sich von ihm betrogen. Im übrigen betrifft das ja nicht nur Herrn Egger. Item, dies soll nicht der Stein des Anstoss sein, jedoch zum kritischen Nachdenken anregen.
Warum soll der Konsum laut Herrn Egger nicht legalisiert werden? Aus welchem Interesse?
Bei einer Annahme der Initiative wäre zu befürchten, dass alle Landwirte etwas vom Kuchen wollen. Fällt dann für einzelne zu wenig ab? Mit einer Preissenkung und hohen Steuerabgaben ist zu rechnen. Da ist vermutlich unter der Prohibition, dem Hanfkonsum-Verbot, wesentlich mehr zu verdienen!
Gibt es andere Gründe gegen eine Legalisierung des Hanfkonsums, wo die Realität ja eine ganz klare Sprache spricht, nämlich, dass eine grosse Zahl der Bevölkerung Hanf konsumiert. Folglich ist es unvermeidbar, dass auf irgendwelchen Wegen der Hanf zu den Konsumenten gelangt; auf welchen Wegen auch immer und immer wird jemand daran unrecht verdienen wollen.
Solange es keine Regulierung gibt, riskiert jeder Hanfbauer in den Dreck gezogen zu werden. Denn mit dem Anpflanzen ist die Sache noch nicht zu Ende. Allein durch einen Abnahmevertrag, ist der Bauer noch lange nicht gerettet. Nota Bene: Dies betrifft gerade auch den Bauernhanf, den Schweizer Hanf! Und nicht nur den Cannabis, wie der VSHF proklamiert. Treibt der Abnehmer Schindluderei und fliegt auf, hängt der Landwirt meistens mit! Und dies auch wenn es um den Schweizer Bauernhanf geht!
Das, wollt Ihr weiterhin riskieren? Mit einem Nein, lacht der Dritte. Für jeden Dealer ein Fest! Oder ist es anders?
Deshalb stimmen wir Ja zur Hanfinitiative
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Warum befürworten die Hanfbauern die Hanf-Initiative?
Hanf bietet den Schweizer Bauern eine echte Chance, weg von Subventionen und Direktzahlungen zu kommen. Als Schweizer Landwirte können wir gegenüber der EU nicht bestehen. Unsere Flächen sind zu klein, die Transportwege zu gross. Nur teure Nischenprodukte, die Qualitätsarbeit erfordern, sind Konkurrenz fähig. Hanf hat ein grosses ökologisches Entwicklungs-Potential. Es ruiniert den Boden nicht. Sollte es jemals nötig sein, liessen sich Hanfflächen zur Nahrungsmittelproduktion umstellen. Wir erhalten damit einen möglichen Notvorrat an Kulturland, im Anbetracht dessen, dass wir schon so, genug abhängig vom Ausland sind. Wir denken da weniger an Kriege, als an klimatisch bedingte Nahrungs-Engpässe.
Nicht zuletzt erhält der Bauer unser Land. Er beobachtet und macht allfällige Reparaturen selbst, zB wenn der Hang runter kommt, bevor es allenfalls zu spät ist. Dies ist an der ETHZ schon länger ein Thema; die Folgen des Rückgangs in der Landwirtschaft auf unsere Landschaft und Schäden. Hanf kann Bauernhöfe erhalten und unsere Landschaft auch.
Geht es darum, Drogen produzieren zu können?
Sprechen wir von Drogen als Rauschmittel! Ab wann handelt es sich um einen Rausch? Ist man nach einem Halben Glas Wein, oder nach einem ganzen, berauscht? Berauscht sich jemand, wenn er Drogen als Heilmittel verwendet? Und wer sich gelegentlich mit einem Bier berauscht, Betonung auf 1 Bier, ist der sucht-gefährdet?
Und was ist mit all den Nebenprodukten, die nur Dank des Anbaus von vielen mutigen Bauern, überhaupt wiederentdeckt werden konnten und oder neu entwickelt!? Nicht zuletzt hat diese Renaissance des Hanfes auch die Industrie angeregt, den Hanf wieder zu entdecken! Denn eines ist sicher, die Zukunft ist bei der Ökologie. In diesem Bereich liegt ein noch unausgeschöpftes Wirtschaftspotential (gerade so wie in der Stammzellenforschung). Und Hanf ist 100%-ig ökologisch! (Auto-Innen-Ausstattung, Carosserie, Plastic, Textilien, Medizinen, Ätherische Öle, Bodenentgiftung, Hangsicherung, Hanf-Verarbeitungs-Maschinen, Baustoffe u.v.m.) Geht es bei dieser Abstimmung wirklich nur um den drögen Aspekt?
Gefahren bei Jugendlichen?
Natürlich ist jeder Abusus im Wachstum schlecht. Sowie das Rauchen und Alkohol trinken für Kinder höchst schädlich ist, ist es das Kiffen auch. Deshalb wollen wir auch eine bessere Kontrolle, so dass es keinen Schwarzmarkt mehr gibt und die Verkaufsstellen garantieren müssen, Hanf nur an Volljährige abzugeben. Zudem wollen wir endlich eine gehörige Prävention, die Jugendlichen müssen aufgeklärt werden, auch über die negativen Auswirkungen. Der Hanf muss endlich entmystifiziert werden!
Zudem kann nur eine Regulierung auch verschiedene Hanfsorten in verschiedenen Stärken gewährleisten. Denn der Schwarzmarkt ist nicht daran interessiert, „Champagner“ zu verkaufen, aber simplen „Branntwein“. Das ist einträglicher im Verhältnis zu den Risiken, die im illegalen Anbau getragen werden müssen! Ganz so wie es in Amerika war, zur Zeit der Alkohol-Prohibition.
Solange keine staatliche Gütekontrolle, konnte auch Methylalkohol als Schnaps verkauft werden. Solange keine staatliche Hanfkontrolle, werden auch immer mehr Fungizid, Pestizid, Hormone unkontrolliert und Gesundheit schädigend eingesetzt; Hanf sogar mit Zucker, Sand und oder Blei angereichert zur Erhöhung des Gewichtes . Ist es das, was den Gegnern nur recht ist, wie einschlägige Kreise behaupten? Aber sicher auch nur so lange, bis ihre eigenen Töchter und Söhne davon betroffen sind. Denn bekanntlich ist keine soziale Schicht dagegen gefeit, gegen den Konsum von Hanf und er wird, laut Statistik, auch in den studentischen Kreisen gern konsumiert. Nur eine Regulierung, kann da abhelfen!
Eine Öffnung kann entmystifizieren. Nur die Touristen kiffen in Holland in der Öffentlichkeit. Die Holländer finden das Kiffen überhaupt nicht cool. Es gibt nicht den Motivationsfaktor, cool sein zu wollen.)
Schizophrenie?
Die Studie der Psychiatrischen Universitätsklinik Zürich sagt, dass immer mehr Patienten mit der Diagnose Schizophrenie, Cannabis konsumiert hätten. Was die Studie nicht sagt, ist, dass weltweit die Anzahl von Schizophreniekranken seit Jahren unverändert bei 1,5 % liegt. Das heisst also, dass es nicht mehr Schizophrenien wegen des Hanf Konsums gibt! Auch wird nicht gesagt, dass von allen Hanf Konsumenten es weniger Schizophrenien gibt, als unter der Gesamtbevölkerung. Statistiken sind wahr, allerdings muss man immer sehen, in welchem Bezug sie verstanden werden.
Wir wünschen für unsere Kinder eine bäurische Zukunft, deshalb sind wir für die Annahme der
Hanfinitiative am 30.Nov.08: Hanf JA
email Marion Borri |